Wein trinken, Winzern helfen, und vom nächsten Urlaub träumen

Tadaaa… hier kommt der erste Blogbeitrag!

Ich habe lange überlegt, wie das Konzept für einen solchen Blog aussehen soll. Schließlich soll die Sache auch Sinn machen, einen Mehrwert und Informationsgehalt haben und interessant bleiben.
In regelmäßigen Abständen werden hier Menschen vorgestellt, die neue Wege gehen, Ihre Ideen in die Tat umsetzen, Menschen die den Mut zur Veränderung haben und hatten.
Freut euch schon, Ihr werdet viele tolle Denkansätze kennenlernen.
Was hat das alles mit Vintage zu tun?
Unser Vintage-Kontor folgt dem Gedanken nach mehr Nachhaltigkeit und Ethik.
 
Wir bewahren Dinge, interpretieren sie neu und führen sie nicht selten einer ganz anderen Bestimmung zu. So erlebt so manches alte Schätzchen mit viel Patina eine Renaissance als Photoprop, als Deko in der Hausbar. So manche Stahlkiste fristete ihr erstes Leben in der Industrie und hat nun einen Job als Holzkiste am Kamin. Jedes Teil das von uns in die Welt geschickt wird, muss nicht neu produziert werden. Das ist gut fürs Klima, und natürlich hilft unseren Käufern ihre Kreativität auszudrücken und wirklich bewusst zu Leben.

Nachhaltigkeit und Tradition wird in allen Blogbeiträgen einen Platz haben. Gutes und Neues entsteht nur aus Altbewährtem, aus Erfahrung und dem sorgsamen Umgang mit der Vergangenheit und der Zukunft.

 

Was ich Euch heute vorstellen möchte

Heute möchte ich euch ein Projekt vorstellen, das meine langjährige Weggefährtin Ute Schoormann aus einer sehr spontanen und emotionalen Idee heraus geboren hat. Ihre Liebe zu Mallorca, zu gutem Wein und Gastlichkeit haben sie zu diesem Projekt inspiriert: 

Vor Corona war Utes Leben das einer erfolgreichen Personaldienstleisterin für die Gastronomie und Hotellerie. Ihrem Unternehmen K3-Services GmbH, an den Standorten Köln, Düsseldorf und Hamburg wurde, wie so vielen aus der Veranstaltungsbranche, durch die COVID19 Pandemie der wirtschaftliche Stecker gezogen. 

Ute Schoormann und Eva Strunz auf Mallorca
Durch Zufall wurde sie durch die befreundete Deutsch/Mallorquinische Weinhändlerin Eva Strunz auf die Situation der Winzer auf Mallorca aufmerksam. Wie war das noch? Im März 2020 kam durch den Corona Lock-Down, auch das Leben auf der Insel komplett zum Erliegen. Spanien verkündete die härtesten Ausgangsregelungen Europas. Lebensmittel einkaufen, zur Apotheke gehen, das ging nur, wenn es denn absolut wichtig war. Alles andere war komplett untersagt und unter hohe Strafen gestellt worden. Es gab kein Alltagsleben mehr, keinen lokalen Verkauf von Weinen auf den Märkten, keine Touristen, die doch so überlebenswichtig für die kleineren Winzer auf Mallorca sind.


Zu dem Zeitpunkt als Eva Strunz von der Situation auf Mallorca erzählte, da lagerte der 2019 Weinjahrgang noch größtenteils unverkauft in Fässern und Tanks. Die Arbeiten in den Weinfelder für den 2020er Jahrgang war nicht bezahlbar und die Weinfelder drohten sich selbst überlassen zu werden. Kein Abverkauf der letzten Jahrgänge und keine zukünftigen Einnahmen durch den aktuellen Jahrgang. Eine mehr als kritische Situation.
Die erste Aktion startete Ute spontan für die Bodega de la Rubia und ihre Winzer, sozusagen aus dem Homeoffice. Kurzerhand ließ sie Paletten mit Wein nach Köln und Hamburg transportieren, funktionierte ihr Büro mit neuen Regalen zum Weinlager um, und startete mit dem Abverkauf von mallorquinischen ÖkoWeinen - erst per persönlicher Auslieferung im Bekannten- und Freundeskreis, inzwischen über einen Webshop – mit Erfolg!
 
So konnten die Mallorquinischen Weinfelder wieder bewirtschaftet werden, und das Leben ging weiter. Die Hilfe kam im allerletzten Moment, und bot eine echte Überlebenschance für die Winzer.
Europa ist klein, und wenn die Menschen zusammenrücken und sich gemeinsam durch die unverschuldete Not helfen, dann lässt sich wirklich etwas bewegen. Die Initiative entwickelt sich stetig weiter, es kommen weitere Winzer und Kleinstunternehmer (Keramikware, Honig, Salz, Essig und Öl) hinzu. Dort wo wunderbarer Wein wächst, wo Winzer überzeugend in ihrer Tradition leben und ein verantwortungsvolles Verständnis für neuen Wein haben. Es geht vor allem um die kleinen Winzer, die keine Subventionen erhalten und die nicht von den großen Distributoren leben, die Winzer die es immer geschafft haben mit ihren kleinen, traditionsreichen Weingütern ihre Familie zu ernähren. Winzer die fast jede Traube mit Namen kennen, wo jeder Handgriff seit Generationen sitzt, wo die Liebe zum Produkt im Vordergrund steht, und jedes Familienmitglied mit anpackt wie es eben kann.
 
 
Helfen kann also sehr schmackhaft sein, und uns die Vorfreude auf den nächsten Urlaub auf der „Deutschen“ Lieblingsinsel verschönern.
 
Und hier geht’s zum Shop:
https://www.helfenschmecktgemeinsambesser.de/
oder www.k3-wein.de
 
Wein und Vintage sind quasi best Buddies.
 
Was wäre ein guter Wein ohne Tradition, eine gewisse Patina und viel Erfahrung – und eine Kölner Powerfrau.

 

Hinterlasse einen Kommentar